Die Ambivalenz des Wassers.
Aphrodite, die schönste der griechischen Göttinnen, wird auch die "Schaumgeborene" genannt, da sie aus dem Kamm einer Welle entstanden ist. Das Meer ist aber auch ein bedrohlicher, unwirtlicher Ort: Aphrodite stammt zwar daher, lebt aber nicht dort.
Seeungeheuer und Dämonen stehen für die Bedrohung der Menschen, die sich auf dem Meer aufhalten. So die grausame Scylla der griechischen Antike, der mittelalterliche Meerdrache, die riesige Seeschlange nordeuropäischer Sagen.
Wasser ist ambivalent: einerseits belebt es und macht fruchtbar, andererseits steht es auch für Untergang- Im Westmeer versinkt die Sonne, um über Nacht das Totenreich zu erwärmen. Wasser hat also auch Verbindung zum Jenseits.