Dieses Arzneimittel enthielt 30% Mohn oder besser Opium - den Milchsaft der noch nicht reifen Fruchtkapsel des Mohns - sowie den pulverisierten Samen des Stechapfels (Datura stramonium), einer Pflanze, die zur Gruppe der Nachtschattengewächse zählt, wie auch die bereits genannte Mandragora.
Der assyrische König ASSURBANIPAL lebte im 9.Jh.v.Chr. Von seinem Palast in Ninive blieb uns ein Stein mit der Darstellung eines geflügelten Genius, der Mohnblüten hält, erhalten. Die Assyrer nannten den Mohn "Pflanze der Freude" und setzten ihn einem Heiltrank, dem Haoma, zu, das sie übrigens in abgeschwächter Form als Rauschmittel verwendeten. Später wurde dieses Rauschmittel in der assyrischen Armee in großen Mengen konsumiert und schwächte deren Kampfkraft, was zum Untergang des Assyrerreiches beitrug. Die Erfahrungen der Ägypter verwerteten auch die Juden, die sie in ihren religiösen Gesetzen verankerten. MOSES (um 1500 v.Chr.) erließ medizinisch-diätetische Speisegebote und Vorschriften über Waschungen und Bäder. Häufig finden sich im Alten Testament Hinweise auf Heilpflanzen. So heißt es im 51. Psalm:
"Entsündige mich mit Ysop, daß ich rein sei, wasche mich, daß ich weißer sei als Schnee." erhalten.