Willkommen
Profil
Network-Partner
Pharma Portal
Presse Lounge
Forum
Presse weltweit
Presse Recherche
Presse Themen
Wissen  A - Z
Apotheke Natur
Gegenwart
Wasserwelten
Bougainville Copper
A n d o r r a
sturm's notizen
sturm's art forum
Internetservice
Register
Sitemap
Rechtshinweis
Kontakt
Impressum


Wie sich aus diesen Erfahrungen die Kräuterheilkunde entwickelte, entzieht sich unserer Kenntnis. Wahrscheinlich kam den Priestern dabei eine große Bedeutung zu, da sie nicht nur die Verbindung zu den Göttern herstellten, sondern auch Krankheiten behandelten. So tritt uns bei den Indern in den Sanskritschriften, vornehmlich dem Ayur veda, dem Buch der Lebenskunde, verfaßt von SUSRUTA, die Pflanzenheilkunde gemischt mit göttlichen Lehren entgegen. Die altpersisch-altindische Medizin kannte bereits 10.000 Heilmittel und die Beschreibung von etwa 9.000 Krankheiten. Recht gut informiert sind wir über die Arzneikunde bei den Ägyptern. Auch hier war sie mit religiösen Gebräuchen verbunden. Zu den Quellenschriften gehören die berühmten Papyri, die bis ins 3. Jahrtausend v.Chr. zurückgehen. Eine medizinische Rezeptsammlung stellt der Papyrus Ebers dar, den man auf etwa 1550 v.Chr. datiert und der in der Universitätsbibliothek in Leipzig aufbewahrt wird. Das 20 m lange Manuskript berichtet über 700 Arzneistoffe. Im Ägyptischen Museum in Berlin zeigt ein Kalksteinrelief König SEMENCH-KARÊ und seine Gemahlin MERIT-ATON bei einem Spaziergang im Garten (Abb.). Das Werk entstand in der 18. Dynastie, die wir als Amarnazeit bezeichnen (1350 v.Chr.). Die Königin zeigt ihrem Gemahl zwei Pflanzen. Bei der einen handelt es sich um die Fruchtkapseln des Mohns, bei der anderen langgestreckten um die Wurzel der Alraune (Mandragora officinarum). Der Mohn diente in der ägyptischen Medizin zur Schmerzbekämpfung, war aber auch als Rauschmittel bekannt. Da nur dem Schlafmohn die schmerzstillende, beruhigende und schlaffördernde Wirkung zukommt, dürfte sich sich hier um den heute noch verwendeten Schlafmohn (Papaver somniferum) handeln. Mohn gekoppelt mit der Alraunewurzel besitzt noch eine weitere Wirkung. Die Alkaloide der Alraunewurzeln wirken krampflösend. So zeigt also die Königin dem König eine Arzneikombination, die den Schmerz beseitigt und gleichzeitig Krämpfe löst. Eine ähnliche Mischung ist von der berühmten und auch berüchtigten Königin KLEOPATRA (51-30 v.Chr.) bekannt.

Merit-Aton mit Mohnblume und Alraune
ZurückWeiter
to Top of Page

sturm : pr | sturmpr@sturmpr.com